schottland2002

Schottland Sommer 2002

 

 

18.7. – Campingplatz „Golden Square“ irgendwo zwischen Thirsk und Helmsley ( ab Thirsk auf die A 170 Ri. Helmsley)

10 GBP/ Nacht

Anfahrt DU: 3:30

Ankunft Hook of Holland: 6:30 (liegt ca. 30 km von Rotterdam)

 

 

Abfahrt „Stena Line Discovery“: 7:20 MEZ

Ankunft Harwich: 10:10 engl. Zeit (ca. halbe Stunde für Schlangestehen für Passkontrolle!)

 

Der Hundi hat, weil er auf der Überfahrt im Auto bleiben muss, vier Glückspillen bekommen und glücklich geschlafen. Läuft nach ca. sieben Stunden immer noch tapsig, muss sich beim pipinieren anlehnen und hat tränige Augen.

Auf der Fähre für 9€/Kopf gefrühstückt (Baked Beans). Bordkino soll in englisch mit holländischen Untertiteln sein, haben wir gehört.

Rechtzeitig um gemütliche Sitzplätze kümmern!

 

Gemütlich gefahren von 10:40 bis 18:00, eingerechnet Riesenumwege über kleine Landstraßen bis zum Campingplatz (Fehlbeschreibung im Campingführer). Der Platz ist schön; die Frau war doof. Haben Holländer mit Wohnwagen als Nachbarn.

 

19.7. - Campingplatz „Milarrochy Bay“ bei Balmaha

Ri. Balloch, Ri. Stirling, Ri. Drymen; in Drymen Ri. Balmaha, nach Balmaha direkt am Loch Lomond.

Stolzeste 15 GBP die Nacht, sehr schöne Sanitäreinrichtung, gute Hundekackmöglichkeiten, aber eigentlich nicht den Preis wert. Allerdings ist es gut, vor „richtig Schottland“ noch mal schön zu duschen!

 

Gemütlich gefahren von 11:00 (ab Helmsley, in Helmsley für 26 GBP falschgeparkt) bis 20:45, längerer Aufenthalt in Richmond. Das Wetter ist schottisch. Autobahnraststätte „Little Chef“ ist exorbitant teuer und bietet Mäckes-Fraß.

 

 

Im Glencoe 

 

21.7. – Camping „Balmacara“

Die gestrige Etappe Balmaha – Fort William war gut. Fahrzeit 11:30 bis 16:30, inklusive halbstündigem Teita im Glencoe und dreiviertelstündigem Aufenthalt in Fort William. Fort William ist das Allerletzte, nur Touri-Läden. Camping „Glen Nevis”, in Ft. William Ri. Inverness, kurze Zeit später ausgeschildert, ist wie immer sehr schön. Jede Menge Backpacker unterwegs, die sich wohl auch über relativ wenig Midges und gutes Wetter freuen. Die Temperaturen liegen im Pullover-Bereich, es regnet nicht.

 

 

 Am Fuße des Ben Nevis

 

In Fort William um 9:30 aufgebrochen, den ganzen Tag auf Skye rumgefahren (ca. 300km). Spektakuläre Landschaft, gut zu fahren. Ganz kleine Straßen ins Inselinnere können sehr eng werden (Achtung an den Hobbywohnmobilisten!), sind aber nett. Wir wollten allerdings gerade aufgrund der spektakulären Landschaft, die sich gut für subtile Horrorfilme eignen würde, nicht dort bleiben.

 

 

 

Gegen 19:00 Ankunft auf dem Campingplatz. Schöne Sicht auf den Fjord „Loch Alsh“, laute Straße, absolut mangelhafte Sanitärausstattung (keine Dusche, keine Spüle, noch nicht einmal Licht auf einem der zwei Kirmes-Klohäuschen). Und dafür über 6 GBP. So sind sie halt, unsere britischen Freunde. Die Brückenüberfahrt nach Skye kostete mit dem Dicken 5,70 GBP. Super Wetter!

 

 

 

 

 

Wenn nicht hier waschen, wo dann? -> Egal, Walter-Verpackungen kann man wegwerfen.

 

 

23.7. – Camping „Durness“

Es hat die ganze Nacht geregnet, aber pünktlich zum Frühstück ist es besser geworden. Der Hund liegt vor dem Auto und kämpft gegen seine Schläfrigkeit, ist aber nicht bereit, seinen Posten zu verlassen. Zeigt jedem Vorbeikommenden die Zähne und ist ganz stolz darauf, einen Retriever gebissen zu haben.

Gestern sind wir – ohne Frühstück, denn in Kyle of Lochalsh gibt’s sowas erst ab Mittag (?) - um 9:00 aufgebrochen, haben uns in Kyle mit Waltern und Getränken versorgt und uns damit auf der viereinhalbstündigen Fahrt bis Ullapool über Wasser gehalten. In Ullapool Take-away-Food zu uns genommen und mit den Resten die Möwen gefüttert. Danach bis 15:30 in Ullapool geteitat, war ganz nett, und dann nach Durness weitergefahren. Die Landschaft ändert sich zusehends; durch die moorigen Tallandschaften kommt immer öfter der graue Fels durch, die großspurig „Berge“ genannten Erhebungen werden immer flacher.

 

 

Miesmuscheln in Durness

 

Um 17:30 in Durness angekommen, ist ein echt riesiger Ort (geschätzt 15 Einwohner, Altersdurchschnitt Mitte 60). Von unserem Stellplatz aus kann man direkt ins Meer gucken, die Steilküste sieht gefährlich aus. Bei Ebbe hat’s nen ewig langen Sandstrand. War mit den Füßen im Wasser, heftig kalt. Der Hund hat am Strand eine tote Möwe gefunden und sich triumphierend drin gewälzt.

Hier gibt es kleine schwarze Tauchenten. Sehen lustig aus, bleiben teilweise bis zu einer Minute unter Wasser.

Heute fahren wir zum „Last House in Scotland“.

 

 

 

 

 

24.7. - Last House in Scotland – John O’Groats

Gestern nach vierstündiger Fahrt gegen 16:00 angekommen. Der Platz ist schön und ganz preiswert. Vor Durness unbedingt tanken, auf ca. 80 Meilen keine einzige Tankstelle. In Durness beim Matsche (Mace) einkaufen, es gibt außer in Thurso keine Gelegenheit mehr, sich mit Lebenswichtigem zu versorgen. Deshalb haben wir heute morgen auch wieder Walter gefrühstückt...

Gestern war super Wetter, blauer Himmel, Sonne, Temperaturen im Pullover-Bereich. Zwischen Thurso und John O’Groats gibt es einen Abzweig zum nördlichsten Punkt of Britain Mainland, Dunnet Head. Dort habe ich freilebende Papageitaucher, der Kenner sagt Puffin, entdeckt und bin auf einer 60 Meter hohen Klippe rumgeturnt, um zu fotografieren. Helene hat fast Zustände gekriegt.

Heute morgen haben wir uns blöderweise dazu entschieden, einer Touri-Tour nach Orkney mit Bootsfahrt, Bus und Führer beizuwohnen, ein fürchterlicher Fehler, wie sich leider erst herausgestellt hat, als wir auf Orkney den Bus sahen. Und den Führer. Schon das Boot war ein abgerittener alter Bock, gegen den Bus allerdings war unser Provence-Bus damals ein echter Luxus-Liner. Der Boden war so schmutzig, dass wir den Hund auf dem Schoß hatten, und das bei der Kniefreiheit.

Der einheimische Führer erklärte am Anfang noch in schwer verständlichem british english, er werde sich bemühen, deutlich zu sprechen, wir haben davon im Folgenden aber nichts mehr gemerkt. Wir sind an den „Sehenswürdigkeiten“ mit einem Affenzahn vorbeigedüst, gerade so, dass die Japaner noch ein unverwackeltes Bild hinbekamen. Scapa Flow ist übrigens meiner bescheidenen Meinung nach ein wenig zu klein für einen Kriegsschauplatz. Aber vielleicht hat darin ja für den Prien der Reiz bestanden.

In Skara Brae haben vor 5000 Jahren irgendwelche Liliputaner ein Haus gebaut, war uninteressant. Die Japaner haben fotografiert. Der Hund durfte nicht ins Skaill House, wir haben uns draußen mit elf jungen Aberdeen-Angus angefreundet. Der Hundi hat einen in die Nase gebissen.

Kirkwall war nett (hat einen schönen Friedhof), leider hatten wir zuwenig Zeit. Man kann dort Brot kaufen.

 

 

 

26.7. – der am weitesten von der restlichen Welt entfernte Campingplatz im Glenmore für nur 11 GBP/Nacht.

Inverness (25.7.) war der totale Reinfall. Die Stadt ist grauenhaft, der Hund überall unerwünscht. Campingplatz „Bughs Caravan Park“ okay, taugt nicht gut zum Spülen und Waschen aufgrund Fehlkonstruktion der Waschbecken.

Die Tagesetappe führte uns am Loch Ness entlang nach Fort Augustus, dort Schleichpfaden folgend (entlang Loch Tarff, so klein, dass es nicht mal in der Karte ist, aber sehr schön) nach Foyers. Die Hauptattraktion des Ortes sind die „Falls of Foyers“, und dort Teita zu gehen, kostet nicht einmal Eintritt. In Foyers dachten wir, wir könnten eine prima Abkürzung nach Aviemore nehmen und waren nach drei Stunden wieder in Fort Augustus. Aber die Gegend war sehenswert und überhaupt nicht alptraumhaft wie der äußerste schottische Norden.

 

Loch Tarff

 

Auf dem (beschilderten, wie langweilig) Weg nach Aviemore kommt man an einem Wildpark vorbei, das Besichtigen kostet allerdings 7 Pfünde pro erwachsener Nase, und da wir bisher nirgendwo bei einer Tour-Attraktion wirklich etwas für unser gutes Geld bekommen haben (Dunrobin Castle), haben wir die Finger davon gelassen. Ich hab ja noch die Puffins, von denen ich den ganzen Urlaub zehren kann. In Aviemore Ri. Glenmore, der letzte Campingplatz liegt direkt am Loch Morlich, das ist so groß wie der Entenfang. Er sieht auf den ersten Blick ganz klasse aus, Klo- und Duschhäuschen sowie Ambiente (sehr voll, sehr viele unbeaufsichtigte Kinder, die den Hund stören, das Müllauto fuhr um 7 Uhr morgens direkt am Auto vorbei) enttäuschen aber herb.

Am Loch entlang – vor dem Hintergrund der im Nebel versinkenden und bewaldeten (!) Berge ist toll Teita. Der Kleine war bis zum Bauch im Wasser und freut sich ob des Sandstrandes und der schmackhaften Stöcke.

Er hat übrigens diesen Urlaub schon für knapp 1500 Pfund geschissen.

 

 

Käpt'n am Loch Morlich

 

29.7. – „Sherwood Forest“ bei Edwinstowe

Ri. Mansfield (A6075), in Mansfield nach Old Clipstone, ausgeschildert

Die letzten beiden Tage haben wir bei bestem Wetter, bei Temperaturen im T-Shirt-Bereich (allerdings nur im Windschatten), in Coldingham – nördlich Berwick – verbracht. Der Platz ist super, die Duschen erste Sahne, die Menge an Mobilheimen eher nicht. Vom Platz aus ist es ein einstündiger Fußmarsch nach St.Abbs, das ist ein netter Fischerort. Der Coldinghamer Supermarkt hat jeden Tag von frühmorgens bis 22:00 geöffnet. Der Platz ist empfehlenswert, heißt „Crosslaw Caravan“ und ist noch nicht mal teuer.

Die Fahrt nach Mansfield hat inklusive Platzsuche sechs Stunden gedauert. Den „Wollen Trail“ nördlich von Jedburgh haben wir zwar nicht gefunden, es ist aber kein Umweg, ihn zu suchen. Die Landstraßen sind, wie schon auf dem Weg nach Inverness, achterbahnmäßig und lassen im Wohnmobil bestimmt viel Freude am Fahren aufkommen.

Der City-by-by bei Newcastle ist gut zu fahren, also besser demnächst sofort straight ahead die Nord-Süd- Verbindung über die Autobahn nehmen.

Der Platz ist riesengroß, liegt an einem träge fließenden Bach mit erstaunlicher Geruchsentwicklung, und zieht jede Menge Holländer – mit Zelten – an. Der Hund beobachtet mit konstantem Interesse die Bläß-/Teichhühner und Enten. Er ist hochbegeistert. Vorhin, als er schwimmen war, hat ihn ein gefährliches Blatt von mindestens 5cm Durchmesser attackiert und er hat sich kaum noch ans andere Ufer getraut.

Das Wetter ist grandios: ganz England liegt unter einer undurchdringlichen Dunstglocke, die Temperaturen bewegen sich noch abends im Bereich um 20°C, es ist total ätzend.

 

30.7. – Auf einem seltsamen Campingplatz direkt in Harwich, höchstens 15 min. zur Fähre –

Der Platz ist ein Witz, gleicht eher einer Ausstellung moderner englischer Mobilheim-Architektur. Die sanitären Anlagen sind auch ein Witz, duschen ist nicht ohne Ekel drin. Der Platztüdel, ein deplaziert wirkender älterer Herr mit mindestens 80%, wollte dem Helenchen 16 Pfund abknöpfen, nach verblüfftem Nachfragen und Vorzeigen der Stena-Tickets waren’s dann „nur“ noch acht. Hier gibt es viele Kaninchen, sogar der Hund hat eines entdeckt. Ist mit einem beherzten Satz aus dem Auto gesprungen und im gestreckten Galopp japsend vor Freude kreuz und quer über den Platz gerast. Das Kaninchen hoppelte mir, die ich auf der Suche nach dem Hund war, nach kurzer Zeit gemütlich über den Weg, der Hund, eifrig Spurlaut gebend, war jedoch außer Sicht.

Außerdem hat besagter Hund jetzt schon dreimal auf den Platz geschissen; einmal an exponierter Stelle auf einem kurzgeschorenen, gepflegten Rasen vor einem Rosenbeet. In seinen Augen leuchtete der Triumph.

Wir versuchen, so früh wie möglich auf die Fähre zu kommen, dann müssen wir beim Auschecken nicht so lange warten. Wir werden dort – schlangestehend, wie sich das für einen Briten gehört – im Auto frühstücken.

 

Die Fahrt hierher war gut, ist wahrscheinlich in dreieinhalb Stunden zu bewältigen. Wir haben einen längeren Zwischenstopp in Bury St.Edmund’s gemacht, das war nett. Eine ganz tolle CD gekauft, nur weil Jimmy die Texte für das verdammte Musical geschrieben hat. Ist aber eher was für den Kollegen Ebay.

 

 

31.7. Nachtrag

Die Überfahrt war sehr gut, die Ma hat jemanden gefunden, der ihr sein Herz ausschütten wollte (ich sah die Tusse nur und wusste, dass die ihr Kerle-Pech meiner Mutter erzählen muss).

Der Hund hat die Tabletten diesmal überhaupt nicht vertragen, hat noch mehr als 12 Stunden nach der Einnahme manchmal hyperventiliert und war nicht ansprechbar. Er wird ja auch nicht jünger. Da lassen wir demnächst lieber mal die Finger von.

 

 

 

Die V-Klasse ist DAS Auto für solch seltsame Aktionen.

 

 

How to survive in Britain…

 

-         ein guter Beifahrer ist unerlässlich: er muss sehr gut Karte lesen können, beim Begreifen des Verkehrs helfen und auf der Autobahn mitschauen, um den toten Winkel auf der rechten Seite zu überbrücken. Außerdem ist es sinnvoll, wenn Fahrer und Beifahrer einander etwas zu erzählen haben und zufälligerweise auch noch gerne die gleiche Musik hören mögen.

-    Erfindungsreichtum bei der Suche des richtigen Weges ist ebenfalls angebracht; oft steht irgendwann, obwohl man die ganze Zeit in Richtung des Ortes XY gefahren ist, Ort XY nicht mehr auf den Hinweisschildern. Dann muss man bei ein paar Extrarunden im Kreisverkehr blitzschnell auf der Karte ne neue Richtung suchen und darf auch vor Ungereimtheiten nicht zurückschrecken. Im Zweifelsfall: „Ach, fahr einfach Richtung Pussemuckel“ ist immer gut, am nächsten Kreisverkehr gibt’s besseren Rat.

-         Apropos Kreisverkehr: es gibt Kreisverkehre, die entstanden, indem ein schlauer Mensch einen weißen Punkt in die Mitte einer Kreuzung setzte. MAN KANN IN DIESEN KREISVERKEHREN NICHT IMMER UNBEDINGT EINMAL GANZ HERUMFAHREN!!!

-         Auf Autobahnen und zweispurigen Landstraßen mit baulich getrennten Fahrbahnen gilt Tempo 112 km/h, aber hier gilt eher die Devise: „Fahr mal“. Auf den Landstraßen gibt es übrigens KEINE BESCHLEUNIGUNGSSTREIFEN!

-         Britisches Essen, etwa Fertiggerichte, kann man absolut vergessen, schmeckt eh nicht. Die Briten gehen generell sehr großzügig mit Gewürzen um.

-         Auch beispielsweise Orangensaft kann, obwohl groß ungezuckert auf der Vorderseite steht, mit sehr vielen Süßungsmitteln versetzt sein, und dann heißt es „Finger weg“, denn so eine ekelhaft süße Brühe ist keinem mitteleuropäischen Gaumen zumutbar. Also: genau die Rückseite der Verpackung studieren!!!

-         Vorräte: zuerst des deutschen liebstes Kind: es muss immer ein schönes Spritpolster im Tank sein, wenn man im Norden unterwegs ist – übrigens ist „Four star“ verbleit. - Für den Menschen empfiehlt sich morgens und abends abwechselnd eine Dose Baked Beans mit saftigem, leckeren englischen Toastbrot, oder eine Dose Ravioli mit Toastbrot. Nein, so schlimm war’s nicht...

-          An Teesorten gibt es quasi nur Herrn und Frau Grey; der Herr ist sehr kräftig und eher korpulent, die Dame zierlich-zitronig. Unser Favorit bleibt „Margaret’s Hope“ aus good old Duisburger Teeladen.

-         Whisky ist in Schottland bedeutend teurer als im Trinkgut. Wer darauf spekuliert, sich ein tolles Souvenir mitzubringen, sei gewarnt: den guten alten Highland Park aus der Orkney Destillery gibt’s in Oberhausen günstig zu erwerben.

-         Autan und Regenkleidung gehören ins Urlaubgepäck, während Sommerkleidung eher zu vernachlässigen ist. Dafür kann man dann ja einen Pullover mehr mitnehmen...

-         Gute Bücher oder was zu stricken sind ebenfalls unerlässlich, wenn man nicht, wie wir, in 2 Wochen 4000 km abreißen will. Dann nämlich ist Schottland wohl gähnend langweilig; dreiviertel der schottischen Bevölkerung leben in Glasgow und Aberdeen (will sagen: es gibt dort fast keine größeren Dörfer, von Städten ganz zu schweigen), und immer nur in der Gegend herumschauen ist ja auch langweilig.

-         Das gute Eöschen und mindestens sechs bis sieben gute Kodaks (200, aber auch an einen 400er denken) sind, ebenso das große Stativ und der Fernauslöser, unabdingbar.

-         „Wir gehen mal essen“ war das einzige, was wir uns vorgenommen und nicht gemacht haben. Kleine Pizzen kosten teilweise 7 (in Worten: sieben) Pfund, außerdem darf der Hund in keine einzige Restauration und ist überall unerwünscht

-         Der Schotte an sich möchte auch mal Sommerkleidung tragen und zeigen, was er hat. Also sollte man sich nicht wundern, wenn irgendwo sehr leicht bekleidete Menschen, manche gar mit Sonnenbrand, herumlaufen – es sind mitteleuropäische Pullover- teilweise Jackentemperaturen.

Außerdem möchte so ein Schotte, wenn er nicht in einer Wollen Mill arbeitet (aber das sind nicht viele), nichts mit dem Touristen als solchem zu tun haben, und diesen Wunsch sollte man respektieren... wir würden schließlich auch alle Touristen für dumm halten, wenn ständig Japaner die Strohballen auf unseren Feldern fotografieren würden.

-         Eintrittspreise sind, wie alle anderen Preise in good old Britain, horrend, vieles lohnt sich nicht.

-    Schlangestehen muss man übrigens überall, und wenn es nichts zum Anstehen gibt, dann sucht man sich irgendwen und stellt sich hinter ihn. Das ist nämlich britisches Allerweltshobby, nimmt vielleicht den Stellenwert des deutschen Fußballspiels ein.

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