stuhrmai2005

114. Silberstern-Distanz – erster 60er und erste Fahrt

 

In der Vorbereitungsphase ist so ziemlich alles schiefgegangen, was nur schief gehen kann.

Eigentlich hatte ich eine Woche vorher die Walddörfer Fahrt gehen wollen…

Erst baut der Schmied Mist, dann fällt er in ein Loch und ist nicht mehr zu erreichen. Ich telefoniere mich quer durch die Weltgeschichte und lasse eine Huftechnikerin aus 100km Entfernung einfliegen – und stelle fest, dass mein Pferd sich auf der Weide verletzt hat und wir beim Walddörfer keine Startfreigabe kriegen werden.

Naja – beschlagen haben wir trotzdem.

Einige Tage später ist das Pony wieder getreten worden und hat sich wieder eine Macke zugezogen, bei der ich nicht sicher war, ob sie bis Sonntag verheilt sein würde – und zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja tollerweise schon für Stuhr genannt.

Und am Donnerstag kam ich abends in den Stall und stellte fest, dass mein Pferd vorne rechts so was von lahm ist, dass es fast schmerzt, ihn laufen zu sehen.

Eine Nacht voller Sorgen und Überlegungen – am nächsten Morgen der Anruf bei meiner SB, die sich ihn freundlicherweise angeschaut hat und absolut keine Lahmheit erkennen konnte.

Noch zweifelnd konnte auch ich am Abend keine Lahmheit mehr erkennen – was das wohl gewesen sein mag?

 

Kurzentschlossen packte ich dann doch noch am Samstag gemütlich zusammen und machte mich auf die lange Reise gen Bremen.

 

 

Und als ich meinem Zwerg beim Ausladen ins Gesicht schaute, wusste ich, dass die Fahrt am nächsten Tag gut werden würde!

Leider war für mich der restliche Tag eher verhangen, da ich recht k.o. war und mich schon um 22 Uhr ins Zelt verkroch.

 

Dafür morgens – oh Wunder! – die erste Distanz jemals ohne Kopfschmerzen!

Frohen Mutes machten Pony und ich uns denn um 8:25 auf die 60km lange Strecke, als eine von vier Fahrern.

Nach den ersten etwa 10km holten wir Christina Gausch mit ihrem neuen Schimmel ein, die auch langsam gehen wollte – und da das dann vom Tempo ganz gut passte und wir uns sehr gut unterhielten, blieben wir den Rest der Strecke auch zusammen.

Das Wetter war glänzend, das Geläuf hätte kaum besser sein können und die Ponies liefen nett zusammen.

 

Auf der zweiten Hälfte der zweiten Runde stellten wir gemeinsam bedauernd fest, dass 60km eigentlich viel zu kurz sind, wir hätten noch den ganzen Tag so weiter „wander-distanzeln“ können. Schade drum.

Die Helfer allerdings fanden es so rein gar nicht schade, dass wir nur 60km gingen – wir wurden im Ziel mit langen Gesicherten begrüßt. Erst auf meine Aufforderung hin, sie sollten sich doch ein wenig freuen, dass sie nicht noch länger auf uns warten mussten, konnten sie sich zu einem verhaltenen Applaus durchringen *lach*.

Man ist es in Stuhr scheinbar nicht gewöhnt, dass jemand langsamer als T 4,5 geht… und bei 5,18 muss man sich doch glatt schon Sorgen machen!

Auch der Rest des Tages war von Erfolg gekrönt: die beiden Ponies kamen gut durch die NU und sowohl Christina als auch ich wurden bei der Siegerehrung jeweils als erste aufgerufen *breitgrins*.

Für ein wenig Aufregung sorgte dann noch die Diskussion, die sich im Forum um den Silberstern-Ritt dreht. Da versuchen doch teilweise Veranstalter, dem jeweils anderen die Starter auszuspannen und es wird übereinander hergezogen, was das Zeug hält.

Leider bleibt dabei ein wenig die Objektivität auf der Strecke. Ich war das erste Mal in Stuhr und weiß nicht, wie es früher war. Bei dieser Veranstaltung allerdings kann ich über die Organisation nichts Schlechtes sagen… Wasser war genügend vorhanden, es roch zwar ein wenig – oder ein wenig mehr – aber man konnte auch auf der Silberstern-Ranch selbst Wasser bekommen…

 

Für das Pony und mich war die Fahrt in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Die erste Fahrt – und gleichzeitig der erste 60er – entspannt, gutgelaunt und gesund gemeistert, das macht echt Lust auf mehr. Das Geläuf ist großartig und die Gegend auch – aber das sieht man wahrscheinlich nur, wenn man so langsam ist wie wir.

 

Danke an Christina und den schönen Schimmel für die sehr nette Gesellschaft,

Danke an meine Super-Trosser Rebecca und Co,

Danke an Vimpy – für mich bist du der Größte!

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